Wenn die Geburt einfach nur ein Alltags-„Geschäft“ ist – Geburtsbericht TEIL 1: Die „Geburt“ und warum es für mich keine Geburt war.

Dies soll kein chronologischer Geburtsbericht sein. Er soll werdenden Mamas keine Angst machen. Es soll nicht darum gehen, wann was stattfand. Es soll darum gehen, wie ich als werdende Mama, als Erst-Mama, es empfunden habe. Was ich gefühlt habe. Was es psychisch mit mir gemacht hat. Was ich gebraucht hätte. Es soll darauf aufmerksam machen, in welch einer Not die Geburtshilfe ist. Und wer die leidtragenden sind. Nämlich die Mamis und ihre Babys.

Ja. Ich küsse mein Kind auf den Mund

Ich denke nicht. Ich denke abnormal ist nicht die Geste des Kusses zwischen einer Mutter/ einem Vater und ihrem/ seinem Kind, sondern entscheidend sind die Gefühle, die Gedanken, die Fantasien, die man in diesem Moment empfindet. Und das kann ich sagen, war nie abnormal. Ich spüre Liebe, ich spüre pures Glück, ich spüre Stolz, ich spüre Dank. Aus meiner Logik also, hat dann folglich der das Problem, der das Bild sieht und sich aufregt, weil es pervers sei. Denn derjenige hat ja dann scheinbar beim Anblick dieses Bildes entsprechende Fantasien, dass er erst einmal auf die Idee kommt, dass es verkehrt sei. Oder nicht?