Wenn die Geburt einfach nur ein Alltags-„Geschäft“ ist – Geburtsbericht TEIL 2: Endlich Mama und trotzdem fühle ich mich schlechter als je zuvor

So wir waren beim letzten mal dabei stehen geblieben, wie mir mein Sohn aus dem Bauch geholt wurde und von einem Paar fremder Hände zum nächsten paar fremder Hände gerreicht wurde.

Tag 4 – Endlich Mama

Er wurde also 4.14 Uhr nach einer Einleitung, langem kämpfen und letztendlich einem Kaiserschnitt zur Welt geholt. Die Hebamme, die gerade ihre Schicht begann und die ich noch kein einziges mal zuvor gesehen habe trägt unseren Sohn an uns vorbei. Kurz können wir einen Blick erhaschen. Sie trägt ihn in ein benachbartes Zimmer. Keine Schreie. Eine gefühlte Ewigkeit. Ich höre Stimmen. Der Arzt. Die Hebamme. Weitere Stimmen. Aber kein Schreien. Ich werde nervös. Dann endlich ein leises Schreien. Kurz darauf wird mir von rechts von der Hebamme mein Sohn ans Gesicht gehalten. Ich kann es gar nicht genießen. Ich merke an, dass er aber sehr heiß ist und schon ist die Hebamme wieder mit ihm verschwunden. Ohne ein Wort. Mein Mann wird auch nach draußen geschickt. Ich werde „sauber gemacht“ und zugenäht. Eine gefühlte Ewigkeit dauert es. Ich liege da ganz allein. Hieß es nicht, mein Sohn und mein Mann bleiben bei mir bis ich zugenäht bin? Ich bin verwirrt, aber zu fertig um nachzuhaken. Die beiden Ärztinnen fangen das Lästern über irgend jemanden an, der den OP bereits  verlassen hat.

Ich werde gegen 5:00 Uhr in den Aufwachraum gefahren. Es heißt dort müsse ich ca. 2 Stunden verbleiben. Ich soll etwas schlafen nach der Anstrengung. Ist natürlich klar ne, dass ich schlafe wo doch gerade mein Sohn auf die Welt geholt wurde und ich ihn gerade mal für Sekunden gesehen habe.

Irgendwann kommt die Hebamme rein. Sie gratuliert mir, überreicht mir eine Karte mit Glückwünschen und den Daten und meint, dass auf die leere Seite noch ein Bild kommt, welches sie aber jetzt noch nicht machen konnte, da mein Sohn noch einmal untersucht wird. Sie nehme die Karte mit und bringe sie mir nachher mit einem Bild wieder.

Zwischenzeitlich kommt auch mein Mann mal zu mir. Verwirrt. Er zeigt mir erste Bilder auf seinem Handy und erklärt, dass unser Sohn gerade untersucht werde und er zu mir geschickt wurde. Ich werde insgeheim wütend. Hatten wir nicht abgesprochen, dass er für den Fall eines Kaiserschnittes das Bonding übernimmt und unserem Baby nicht von der Seite weicht? Wieviel mal hatte ich ihm das gesagt. Ich bin so sauer. Aber auch zu schwach mich zu streiten. Mein armes Baby irgendwo ohne seine Mama und seinen Papa. Wie geht das nur. Es betritt jemand dass Zimmer und sagt meinem Mann, dass er jetzt wieder kommen könne, der Arzt wäre da. Mein Mann verschwindet.

Nach wieder einer unbestimmten Zeit kommt selbige Hebamme wieder, überreicht mir die Karte ohne Bild und erklärt mir, dass sie kein Bild machen konnte. Mein Sohn zwischenzeitlich kurz auf Intensivstation war, jetzt aber auf Kinderstation sei. Er habe Fruchtwasser geschluckt und er habe Anpassungsstörungen. Ich könne dann heute Abend mal zum ihm auf Station. Bitte was?? Ich frage noch einmal ganz vorsichtig nach, mit der Sicherheit gerade irgendetwas falsch verstanden zu haben. Sie erklärt mir nochmals, dass ich 11 Stunden nicht aufstehen darf, mich von den Strapazen der Geburt erholen muss und heute Abend zu ihm kann. Ich frage noch einmal nach. Irgendetwas muss ich falsch verstanden haben. Natürlich sind mein neugeborenes Baby und ich nicht getrennt und auf der selben Station. Nein. Ich komme auf die Entbindungsstation in mein altes Zimmer und mein Sohn muss erst einmal auf Kinderstation verbleiben. Irgendwie bin ich noch immer sicher, dass ich das missverstehen muss.

Mein Mann kommt wieder zu mir. Ich verstehe nicht, warum er nicht bei unserem Sohn ist. Der war doch bis vor wenigen Stunden noch in meinem Bauch und ist jetzt ohne seine Eltern irgendwo in dieser Klinik.

Ich werde ungeduldig und drängle endlich aus diesem Aufwachraum zu kommen. Ich fordere es zweimal ein, bis endlich zwei Stationsschwestern kommen und mich auf Station bringen. Es ist bereits 8:00 Uhr. Mein Sohn kanpp 4 Stunden alt und ich habe ihn nur ganz kurz gesehen und noch nicht einmal in meinem Arm gehalten. Nicht an ihm gerochen. Auf Station angekommen, versuche ich sofort das Missverständnis aufzuklären, dass mein Sohn und ich wohl nicht auf selber Station sind. Doch es scheint wohl wirklich kein Missverständnis zu sein. So langsam kommt es bei mir an.

Ich bestehe darauf möglichst zeitnah, also sofort, zu meinem Sohn zu können. Man sagt mir, ich solle doch etwas schlafen und mich erholen. Hier bitte drei Tränen lachende Smileys vorstellen. Die spinnen doch!!

Nochmals deutlicher: „Ich möchte JETZT! zu meinem Sohn!“ Wieder versucht mir jemand anderes, der gar nicht dabei war, zu erklären welch Strapazen ich doch hinter mir habe und dass ich operiert wurde und mich ausruhen soll. Ich fühle mich wie ein kleines Kind. Ständig will mir irgendjemand sagen, was ich jetzt brauche. Dabei bin ich doch gerade Mama geworden. Aber ich werde behandelt wie ein Kind.

Endlich eine Schwester, die mich zu verstehen scheint. Sie sichert mir zu, nach dem Frühstück zu mir zu kommen und mit mir einmal zu versuchen aufzustehen. Ich warte ungeduldig. Sie hält ihr versprechen. Sie kommen zu zweit. Sehr nett und verständnisvoll. Sie helfen mir zu zweit aus dem Bett, machen mich frisch und schauen wie fest mein Stand ist. Ich vertusche jeden Schmerz und der war höllisch und stehe wie eine eins. Man holt mir einen Rollstuhl und sichert mir zu, dass wenn mein Mann kommt, er mit mir hoch auf Station fahren darf. Mein Mann kommt nach gefühlt Stunden und ich sitze wie ein Kind, was gleich den Weihnachtsmann sieht da, strahlte ihn an und sagte, ich dürfe hoch, wo er denn so lange geblieben ist. Mein Mann fährt mich nach oben auf die Kinderstation. Ich bin so unendlich aufgeregt. Ich kann es gar nicht beschreiben. Gleich soll ich endlich meinen Sohn in den Armen halten. Kurz vorm Zimmer sagt mein Mann ganz aufgeregt: „Gleich sind wir da. Da vorne ist sein Zimmer.“ Mir schießen die Tränen in die Augen. Wir kommen ins Zimmer. Mein Sohn in einem Glaskasten. Eine Schwester an dem Kasten. Seine erste Flasche bereits von dieser verabreicht bekommen. Sehr unfreundlich ohne Glückwünsche ohne alles fragt sie mich, was ich hier mache, ich bräuchte Ruhe und solle mich doch von den Strapazen erholen. Wieder eine die meint zu wissen, was ich brauche.

Der Moment ist zerstört. Danke! Ich darf ihn nicht raus nehmen, ich darf nicht mal rein fassen. Die Kinderärztin kommt. Jung. Mitte, maximal Ende 20. Unverschämt gutaussehend. Arrogant. Hochnäsig. Besserwisserisch. Auch sie will mir sagen, was ich und mein Kind jetzt bräuchten und das sei Ruhe. Ich weine nur noch. Das war es also. Die Geburt meines ersten Kindes. Die ersten Stunden mit meinem Sohn. Nein, die ersten Stunden ohne meinen Sohn.  Die ersten Stunden meines Sohnes in einem riesigen kahlen Zimmer, ohne seine Mama, ständig fremde Menschen um ihn und piepsende Geräte.

So langsam realisiere ich erst was sich die letzten Tage abgespielt hat und was sich gerade abspielt. Alles lief anders als ich es mir immer vorgestellt habe. Was wäre wenn? Bin ich Schuld? Liegt es an mir? Ist mein Mann Schuld? Welche Auswirkungen wird es haben, dass mein Kind kein Bonding hatte? Welche Auswirkungen hat es auf die Mutter-Kind-Bindung? Was hätte ich anders machen können? Wie hätte ich es vermeiden können?

Ich weiß noch wie mein Mann mir stolz das Video zeigt, wie mein Sohn von dieser ollen, blöden Krankenschwester seine erste Flasche bekommt. Ich hätte ihm am liebsten den Hals umgedreht. Es hat mir einen Stich in mein Herz verpasst.

Am Abend gehen wir noch einmal nach oben auf Station und unser Sohn, der nun endlich auch einen Namen hat, hat sich stabilisiert und durfte aus dem Wärmekasten raus. Endlich kann ich das erste mal mein Kind im Arm halten. Doch leider ist irgendwie der Zauber bereits weg. Er wurde bereits gefüttert und wieder kann ich es nicht machen. Irgendwie scheint alles ruiniert.

Ich erkläre den Schwestern, dass ich stillen möchte. Eine Schwesternschülerin gibt mir meinen Sohn an die Brust und versucht mir halbherzig zu zeigen, wie es geht. Es geht natürlich nichts. Die haben ihm ja schließlich schon senkrecht die Pulle reingestopft und Muttermilch kommt natürlich auch noch nicht richtig. Wieder ein derber Schlag für mich.

Bis in die Nacht sitze ich bei meinem Kind. Doch dann setzt langsam die Erschöpfung ein und schweren Herzens gehe ich wieder nach unten auf mein Zimmer.

Tag 5 – Darf ich bitte bitte mein Kind selber füttern

Am Morgen gleich nach dem Aufstehen gehe ich natürlich sofort nach oben. Schon wieder ist mein Sohn bereits satt und mit der Flasche gefüttert worden. Die Station sagt, sie füttern alle 4 Stunden, ich soll halt dann immer zu dieser Zeit nach oben kommen. Ich komme immer zur Mahlzeit auf Station und pumpe unten schon fleißig im Zweistundentakt. Noch kommt da nichts. Jedes Mal wenn ich auf die Station nach oben komme, wurde kurz vorher schon unser Sohn gefüttert, da er wohl bereits geschrien hat. Wieder werde ich sauer. Warum kann man mich da nicht anrufen. Die Schwestern wollen mich nun zukünftig rufen, wenn er kommt. Sie wollen die Handynummer meines Mannes um diesen zu Hause anzurufen, damit er mich in der Klinik anrufen kann, in der ich keinen Empfang habe, um mir weiterzuleiten, dass der Kleine Hunger hat. Man ist nicht in der Lage unten auf Station anzurufen, dass ich hoch kommen soll.

Ich werde schon wieder sauer beim Schreiben. Wie kann eine Klinik, so mit der Geburt umgehen. Ich bin noch immer schockiert.

An diesem Tag kommen meine Eltern zu Besuch um ihren ersten Enkel zu begrüßen. Aber leider dürfen wir nicht in das Zimmer. Ich gehe trotzdem kurz mit meiner Mama rein und sie kann ihren Enkel für ein paar Minuten im Arm halten.

Tag 6 – Endlich Mama und Kind vereint

Am Donnerstagmittag, ich bin gerade fertig mit Mittagessen, kommt die Schwester zum abräumen. Es ist selbige Schwester, die mir auch am Dienstagmorgen aus dem Bett geholfen hat und mich zu meinem Sohn gehen lassen hat. Sie ist aufgeregt und hat ein Strahlen im Gesicht. Sie eröffnet mir, dass ich gleich Gesellschaft bekomme. Mein Sohn darf endlich zu mir. Mir schießen die Tränen in die Augen. Ich freue mich so unendlich. Ich sitze völlig aufgeregt am Bettrand und es geht die Tür auf. Mein Mann fährt voller Stolz das Babybett in mein Zimmer. Er hatte nichts gesagt. Er wollte mich überraschen. Leider hat die Schwester ihm das versaut. Aber das ist so egal. Wir sind so glücklich. Ja, lamgsam stellt sich das Glück bei mir ein. Endlich.

Meine Schwiegermutter kommt zu Besuch um ihren ersten Enkel zu begrüßen. Schon wieder hält jemand anderes zwei Stunden mein Kind im Arm. Mein Mann muss ihn regelrecht zurück erobern, damit er ihn mir wieder in die Arme legen kann.

Und dann ist ja noch die Sache mit der Nahrungsaufnahme. So ein Baby hat ja auch hunger. Doch so recht will das nicht funktionieren.

Die Unterstützung der Hebamme, die Stillberatung ist halbherzig, oberflächlich und lächerlich. Man nimmt sich überhaupt keine Zeit. Das ist Fließbandarbeit. Ich muss leider Pre-Nahrung geben.

Tag 7 – Ich will hier raus

Der siebte Tag nimmt auch seinen Lauf. Und der Aufenthalt wird nicht besser. Ich habe bereits eine neue Bettnachberin. In den Wehen liegend und die größte, wirklich allergrößte Schnarcherin, die ich je gesehen… äääh sorry gehört habe. Wirklich, ich habe noch nie einen Menschen so schnarchen gehört. Da hilft kein Ipod volles Rohr aufgedreht, da helfen keine Ohrstöpsel, da hilft nichts.

Immernoch klappt das mit dem Stillen nicht und die Stillberaterin nimmt sich einfach keine Zeit.

Ich bin am verzweifeln und möchte nur nach Hause.

Tag 8 – Die Flucht

Nachdem ich mich den siebten Tag nur noch quälte, entscheide ich am Morgen des achten Tages die Klinik zu verlassen. Die Nacht war der Horror. Die Schnarcherin hat ein Konzert gegeben, so dass ich Mordgedanken hatte. Ich bin weinend mit meinem Neugeborenen auf dem Arm zu den Schwestern und habe sie angefleht in ein anderes Zimmer zu kommen. Leider war keines frei. Ich habe sie angefleht, mein Bett in den Gang zu stellen. Aber nein, das geht wegen der Vorschriften nicht. Scheiß Vorschriften. So habe ich mich nachts um 5:00 Uhr mit meinem Säugling im Arm in den Gang auf die Besucherstühle gesetzt und dort geschlafen. Das schien scheinbar in Ordnung zu sein.

Nach der Nachtruhe verkünde ich, dass ich nach Hause gehen werde. Ich rufe meinen Mann an und bitte ihn mich abzuholen.

Die Flucht wird mir nicht leicht gemacht. „Die Ärztin muss erst noch einmal ihren Sohn untersuchen“. Ich warte. Dann weiter: „Sie müssen uns erst einen Kinderarzt benennen“ Ach du Scheiße, da habe ich mich ja noch gar nicht drum gekümmert. Ich rufe meinen Mann an und weine nur noch. Doch mein Mann wäre nicht mein Mann, wenn er nicht (fast) immer die Ruhe bewahren würde. Er organisiert selbstverständlich einen Kinderarzt und ich benenne diesen. Ha, da habt ihr es. Noch was? „Ohne dass das mit dem Stillen klappt, entlassen wir sie nicht“ Bitte was? „Ohne, dass sie eine Milchpumpe haben, entlassen wir sie nicht“ Ja, dann gebt mir eine! „Unsere sind alle aus“. Mein Mann telefoniert sämtliche Apotheken ab und organisiert eine Milchpumpe. In der Apotheke: „Sie brauchen ein Rezept dafür“. Mein Mann ruft mich wieder an. Ich sage in der Klinik, dass ich ein Rezept brauche. „Das bekommen sie von ihrer Frauenärztin“. Ich platze fast. Es ist Samstag, da bekomme ich kein scheiß Rezept von meiner Frauenärztin. Tja, Frau S. bleiben sie doch lieber noch, höre ich die alte triumphierend in sich rein flüstern.

Aber mein Mann wäre nicht mein Mann, würde er nicht alles irgendwie regeln. Er bekommt die Milchpumpe ohne Rezept und wir können es am Montag nachreichen. Und so verlasse ich am Samstagmittag mit meinem Mann und meinem Sohn die Klinik.

Gleich am nächsten Tag kommt meine Hebamme nach Hause und nach zwei Stunden intensiver Zeit bin ich dann auch endlich Stillmama. Ohne zufüttern. Danke Bärbel.

Ich habe einige Monate gebraucht das zu verarbeiten was ich erlebt habe. Zu akzeptieren wie es gelaufen ist. Ja, mein Sohn ist gesund, ich weiß. Darüber bin ich auch froh. Aber letzendlich hat es trotzdem in mir etwas gemacht. Ich habe wochenlang immer wieder Heulanfälle bekommen, einfach nur wegen dem Gedanken, dass ich mein Kind nicht natürlich zur Welt gebracht habe und noch viel schlimmer, ihn dann einfach nicht bei mir hatte. Ich war nicht bei ihm. Ich seine Mama. Er lag in fremden Händen. Er hat seine ersten Flaschen von fremden Schwestern bekommen. Ich merke schon wieder wie es in mir hoch kommt.

Hätte ich mehr Sport machen sollen in der Schwangerschaft? Hätte ich dann eine einfachere Geburt gehabt? Hätte ich mich besser vorbereiten sollen mit Tees und Übungen usw.? Hätte ich nicht einleiten lassen sollen? Hätte ich lieber gleich einen Kaiserschnitt machen lassen, dann hätte ich ihn bei mir gehabt. All diese Fragen kreisten unaufhörlich in mir.

Einem Monat nach der Geburt haben wir uns alle vom Geburtsvorbereitungskurs getroffen und jeder sollte von seiner Geburt erzählen. Ich habe mich bis zum Schluss davor gedrückt. Ich habe mich geschämt. Alle hatten es natürlich geschafft. Ich habe mich so schlecht, so scheiße gefühlt. Als hätte ich versagt.

Mein Mann fand das alles total lächerlich. Er konnte meine Gedanken nicht nachvollziehen. Das war nach der Geburt ziemlich schwer für mich. Für ihn zählte, Hauptsache alle gesund, „scheiß auf Bonding“ und so weiter. Mich machte das wütend. Auch wenn ich meine abendlichen Heulanfälle bekam, weil wieder alles hoch kam, hat er so gar kein Verständnis dafür aufbringen können.

Mein Mann sagte ziemlich zeitnah zu mir: „Sollten wir noch einmal ein Kind bekommen, machen wir gleich einen Kaiserschnitt.“ Ich habe mich sofort gewehrt und gesagt, dass das für mich nicht in Frage kommt. Aber wie soll man handeln nach so einem Erlebnis?

Als ich vor einem Jahr meinen Geburtsbericht etwas verkürzt schon einmal bei Instragram gepsotet habe, kamen viele Rückmeldungen über ähnliche, teilweise noch schlimmere Erlebnisse. Ich bin also nicht allein und ich finde es wichtig, dass wir darüber reden. Dass wir uns gegenseitig Mut zu sprechen.

Wir haben ebenso viel geleistet und sind auch Mama. Egal wie.

Eure Sabrina

 

 

 

 

 

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2 Kommentare zu „Wenn die Geburt einfach nur ein Alltags-„Geschäft“ ist – Geburtsbericht TEIL 2: Endlich Mama und trotzdem fühle ich mich schlechter als je zuvor

  1. Liebe Sabrina,
    Es tut mir so leid, dass die Geburt deines Trubelbärs und die Zeit danach so furchtbar war. Ich bin so entsetzt über die Vorgehensweise in der Klinik. Was sind das alles nur für Menschen?
    Gerade erst habe ich im „Unerzogen“ Magazin über Roses Revolution gelesen. Diese Organisation setzt sich für eine gerechte, würdevolle und gewaltfreie Geburt ein. Schau doch mal auf http://www.gerechte-geburt.de

    Liebe Grüße Maxi

    Gefällt 1 Person

    1. Danke dir Liebe Maxi. Ich bin erstaunt über die Rückmeldungen und wie furchtbar es alle finden. Also scheint es nicht nur mein Empfinden zu sein. Ich wollte damals eine Bewertung der Klinik abgeben, aber ich konnte es damals noch nicht in Worte fassen. Die Wut war zu groß. Aber irgendwie fände ich es schön, wenn es dort jemand zu lesen bekommt. Damit sie wissen, wie es eine junge Mama fühlt und das das hoffentlich verbessert wird. Wir hatten damals alle das Gefühl, das hingehalten wird und schlussendlich ein Kaiserschnitt gemacht wird, da der wohl mehr Geld bringt. Denn ich war nicht die einzige, die zu der Zeit entbunden hat, der es dort so erging.

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